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Berliner Galerie im Turm präsentiert Quaternio IV

12. Februar 2009 [ Kein Kommentar ]

In der Berliner „Galerie im Turm“ sind  sehr unterschiedliche Werke von sechs Künstlern aus vier europäischen Ländern zu sehen. Diese Gruppenausstellung wurde von der teilnehmenden Berliner Künstlerin Karla Woisnitza konzipiert, die auch die anderen Beteiligten zusammenbrachte. Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande und des Finnland-Instituts in Deutschland statt.

Internationale Gruppenausstellung Quaternio IV in der Berliner Galerie im Turm

Eric Beets - Untitled

Eric Beets - Untitled

Die im nördlichen Turm des Frankfurter Tores der denkmalgeschützten Karl-Marx-Allee gelegene Galerie im Turm wurde 1965 vom Verband Bildender Künstler in der DDR eröffnet. Heute werden hier jährlich bis zu zehn Ausstellungen aus den Bereichen Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Bildhauerei, Objektkunst und Installationen gezeigt.

Vom 12. Februar bis 13. März 2009 präsentiert die Galerie im Turm die Internationale Gruppenausstellung Quaternio IV mit sehr unterschiedlichen Werken von sechs Künstlern aus vier Ländern. An der Ausstellung sind Eric Beets (Winkel / NL), Aglaia Haritz (Vira, Gambarogno / CH), Gun Holmström (Helsinki / FIN), Marie-Louise Leus (Basel / CH), Jeroen Olthof (Dordrecht / NL) sowie Karla Woisnitza (Berlin / D) beteiligt.

Eric Beets, als Künstler in Holland sehr geschätzt, zeigt ein Spektrum seiner abstrakten und streng verdichteten Leinwandgemälde. Beets macht seine Bilder, die Reflektionen über die Natur und die Natur der Malerei sind, gleichermaßen zu Meditationsorten und Austragungsorten der ästhetischen Debatte. Hierbei fordert er den Betrachter, indem er ihn dem Ungewissen und Unwegsamen ausliefert.

Aglaia Haritz - Fili d’attualità (Cambogia)

Aglaia Haritz - Fili d’attualità (Cambogia)

Aglaia Haritz’ Beiträge für diese Ausstellung zeugen von ihrem Selbstverständnis, sich nicht im Elfenbeinturm ihrer Kunst zu verschanzen, sondern sich in öffentliche Dinge einzumischen. Die aus dem Tessin stammende Neu-Berlinerin konfrontiert bildhaft und ergreifend mit weltweit akuten menschlichen Konfliktsituationen. Sie arbeitet konzeptuell mit dem Medium Textil und zeigt in dieser Gruppenausstellung Stoffe mit genähten Szenen, auf die sie quasi als tagesaktuelle Hintergrundtapete Illustrierten-Fotos appliziert hat.

Gun Holmström ist eine neu entdeckte, sehr interessante finnische Multimedia-Künstlerin in Berlin. Durch ihre speziellen Wahrnehmungsreflexionen offenbart sie in ihren Werken eine verwandelte Alltäglichkeit und verhalten humorvolle Einsichten in Lebensprozesse. Die Künstlerin gibt in der fotografischen Serie „Veck“ (zu Deutsch: Falte) der Verflüchtigung von Objektbezüglichkeiten unter geänderten Raum- und Zeitverhältnissen eine Chance und forciert malerisches Sehen in Bezug auf Farbe, Raum und Bewegung.

Marie Louise Leus - Himmlische Gewölbe

Marie Louise Leus - Himmlische Gewölbe

Marie-Louise Leus aus Basel fokussiert quasi ornamental in Serien großer und kleiner akribischer Zeichnungen Rhytmisches oder Ornamentales, der Erde oder dem Himmel Zugewandtes, Meditatives und Kontemplatives. Aus ihren Zeichnungen spricht innere Begeisterung beim Anfühlen eines Himmelsgewölbes – quasi die Gewissheit, dass ihre Werke im Binnenraum der Seele als glücklich machende Reichtümer verbleiben. Nach 15(!) Jahren sind nun endlich wieder Arbeiten von ihr in Berlin zu sehen.

Jeroen Olthof arbeitet in den Bereichen Malerei und Fotografie, aber auch mit Objekten und Fundstücken. Die in der Ausstellung gezeigten Werke „Lichtblick“ und „Neue Augen“ entstanden während eines Arbeitsaufenthalts in Berlin. Das Ensemble “Lichtblick / Berlin“, besteht aus einem fensterartigen Stahlrahmen mit dahinter gesetztem Oval und einem kleinen Bodenobjekt, das aus einer Aluminium-Halbkugel in durchscheinendem Polyesterharz besteht. Das Harz reflektiert das Licht und erzeugt den Eindruck, als ob es aus sich heraus leuchte.

Karla Woisnitza - Miroir

Karla Woisnitza - Miroir

Die Berliner Künstlerin Karla Woisnitza zeigt mit „Miroir“ in dieser Ausstellung eine zweiteilige große Tusche-Zeichnung, die durch das Violinkonzert von Jean Sibelius angeregt wurde. Im Erleben und strukturellen Entdecken der Musik entwirft sie ein Gefüge abstrakter Elemente als bildkünstlerische Illustration. In dieser verweist die künstlerische Spurenleserin auf eine sehr emotionale Welt, die dem Eingriff des Zufalls als eines kreativen Prinzips jederzeit offen steht.

Die Ausstellung findet mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande und des Finnland-Instituts in Deutschland statt.

Galerie im Turm, Frankfurter Tor 1, 10243 Berlin
Öffnungszeiten: Di – So, 14 – 20 Uhr

Autor: Klaus-Dieter Knoll Nachrichten-Feed abonnieren

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